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	<title>Sigurne's Blog</title>
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		<title>Sigurne's Blog</title>
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		<title>Zwei Paralleluniversen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 21:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin immer noch erkältet, also auch weiterhin keine Krankenhausbesuche. Ganz ausgeschlossen, Y. Leukos sind derzeit eher selten gesehene Gäste. So langsam machen sich die ersten Nebenwirkungen bemerkbar: Die Magenschleimhäute sind angegriffen, der Magen muckt insgesamt etwas herum, Laune ist ebenfalls im Keller.
So die Kurznachrichten per SMS, telefonieren geht zur Zeit irgendwie auch nicht, weil [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=42&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich bin immer noch erkältet, also auch weiterhin keine Krankenhausbesuche. Ganz ausgeschlossen, Y. Leukos sind derzeit eher selten gesehene Gäste. So langsam machen sich die ersten Nebenwirkungen bemerkbar: Die Magenschleimhäute sind angegriffen, der Magen muckt insgesamt etwas herum, Laune ist ebenfalls im Keller.</p>
<p>So die Kurznachrichten per SMS, telefonieren geht zur Zeit irgendwie auch nicht, weil der Empfang so schlecht ist. Paralleluniversum halt. Eigentlich nur ein paar Straßenzüge entfernt&#8230;</p>
<p>Mir macht dieses Unwissen zu schaffen. Dieses Abwarten und nichts tun können. Ich weiß nicht, wie es den beiden geht und es macht mich teilweise verrückt.</p>
<p>J. denkt, er tut mir Gutes, wenn er beschwichtigende Antworten gibt: &#8222;Ja, alles ok. Stimmung so lala. Magen? Naja&#8230;&#8220;.</p>
<p>Das Zusammenleben schrumpft zusammen auf 20, 30, 50 Zeichen. Kommunikation im Sparmodus.</p>
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		<title>Geht es auch positiv?</title>
		<link>http://sigurne.wordpress.com/2008/12/08/geht-es-auch-positiv/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 21:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man nah am warmen Ofen sitzt, wird einem warm. Geht man leicht bekleidet im November spazieren, friert man. Und wenn man lauter niederschmetternde und traurige Dinge schreibt, nimmt es nicht wunder, dass man (in diesem Fall ich) schlussendlich vollkommen deprimiert und missmutig durch die Gegend läuft.
Also schreibe ich all die schönen Dinge auf: Ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=39&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wenn man nah am warmen Ofen sitzt, wird einem warm. Geht man leicht bekleidet im November spazieren, friert man. Und wenn man lauter niederschmetternde und traurige Dinge schreibt, nimmt es nicht wunder, dass man (in diesem Fall ich) schlussendlich vollkommen deprimiert und missmutig durch die Gegend läuft.</p>
<p>Also schreibe ich all die schönen Dinge auf: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass J. mich liebt. Und das ist ein wunderschönes Gefühl. Ich freue mich auf all die kommenden Jahre, die wir gemeinsam verbringen wollen.</p>
<p>Ich freue mich auf jeden einelnen Tag. Ich freue mich, dass ich J. getroffen/ gefunden habe (oder besser: er mich;)).</p>
<p>Ich freue mich, dass Y.s Prognose günstig ist und das die Chemotherapie so gut anschlägt und dass es bislang ohne nennenswerte Zwischenfälle ablief. Und ich beginne ganz vorsichtig, mich auf Weihnachten zu freuen. aber nur ganz vorsichtig.</p>
<p>Und ich freue mich über viele liebe Menschne, die Anteil nehmen. Durch Worte, Gedanken, kleine Aufmerksamkeiten, Hilfe.</p>
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		<title>Leben in der Warteschleife</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 20:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Leben in der Warteschleife
Wieder ein Abschied, wieder eine Woche warten. Heute Nachmittag begann J.s Krankenhauswoche. Ich sitze hier, hypnotisiere den Bildschirm. Denek an die nächsten Tage, an die nächste Woche, verfluche meine Erkältung, die es mir unmöglich macht, die beiden im Krankenhaus zu besuchen. Also kurze Telefonate über Handy.
Gespräche, in denen schon vor Gesprächsbeginn zensiert [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=30&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:x-small;">Leben in der Warteschleife</span></p>
<p>Wieder ein Abschied, wieder eine Woche warten. Heute Nachmittag begann J.s Krankenhauswoche. Ich sitze hier, hypnotisiere den Bildschirm. Denek an die nächsten Tage, an die nächste Woche, verfluche meine Erkältung, die es mir unmöglich macht, die beiden im Krankenhaus zu besuchen. Also kurze Telefonate über Handy.</p>
<p>Gespräche, in denen schon vor Gesprächsbeginn zensiert wird: Wichtig &#8211; nicht wichtig. Zu belastend, das bekomme ich allein hin, das muss nicht erzählt werden. Es ist räudig: In der jetzigen Situation hätte ich gern einen Partner zum Anlehnen. Dumm nur, dass dieser Partner in dieser Situation nur begrenzt eine Schulter anbieten kann.</p>
<p>Ich suche nach einem Patentrezept, wie ich die Situation einfacher machen kann. Allein, ich finde keines. Leben in der Warteschleife&#8230; Warten auf eine SMS, warten auf einen Anruf, warten auf den nächsten Krankenhausbesuch, warten auf das nächste Wochenende. Ich merke, dass ich eine enorme Erwartungshaltung aufbaue. Dass ich mich so sehr auf diese kurze Wochenendzeit freue.</p>
<p>Es soll alles perfekt sein, alle Dinge, die in der Woche nicht angesprochen wurden, sollen auf den Tisch kommen und ausführlich beredet werden. Ich versuche, dieses Defizit an Zeit aufzuholen. Es geht nicht. J. kommt aus dem Krankenhaus, möchte von den Krankenhauserlebnissen erzählen und möchte es auch nicht. Möchte Erlebtes verarbeiten, möchte aber auch gleichzeitig Normalität. Andere Gesprächsthemen anschneiden, Gesprächsthemen, die nichts mit Krankheit zu tun haben.</p>
<p>Und ich? Mir ergeht es nicht anders.</p>
<p>Manchmal fliegen mir meine Gedanken davon. Dann sehe ich die noch kommenden zwei Jahre vor mir und denke mit Wehmut daran, dass es die von mir erträumten Familienunternehmungen nicht geben wird. Kein gemeinsamer Kinobesuch, kein Schwimmhallenbesuch, kein Urlaub.</p>
<p>J. bemerkte, dass er es schön fände, wenn ich mit meinen Kindern in den Urlaub fahren würde. Selbstverständlich ohne ihn &#8211; Y. könne ja nicht mit und er habe da auch ein schlechtes Gefühl, wenn er Y. ausschließe. Das ist verständlich und richtig. Warum bin ich trotzdem so sauer auf das Leben, das Schicksal? Dieses Switchen zwischen Singleleben mit Kindern und Familie mit Kindern ist teilweise recht anstrengend.</p>
<p>Viele Sachen &#8211; wie zum Beispiel Urlaube &#8211; möchte ich lieber gemeinsam verbringen. Jetzt gerade gefällt mir der Gedanke an einen Single-Kinder-Urlaub so gar nicht. Und doch läuft es entweder so oder gar nicht. Ich habe Angst, dass so kein Zusammenwachsen entsteht, sondern ein Nebeneinanderherleben. Zuwenig schöne, zusammenschmiedende Erlebnisse. Zu wenig, von dem man zehren kann.</p>
<p>In zwei Jahren sind meine Kinder 14 Jahre. Der Abnabelungsprozess beginnt ja bereits. Ich habe gar nicht das Recht, ihnen aufgrund persönlicher Befindlichkeiten und Präferenzen gemeinsame Zeit vorzuenthalten.</p>
<p>Kompliziert alles.</p>
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		<title>Wohin mit der Wut?</title>
		<link>http://sigurne.wordpress.com/2008/12/08/wohin-mit-der-wut/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 15:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin seit dem Wochenende nur wütend. Auf alles: Auf das Schicksal, auf die Umstände, ach, keine Ahnung. Und ich weiß nicht wohin mit dieser Wut, mit dieser Unruhe. Es kribbelt und zappelt und summt in mir. Die Gedanken fahren Karusell, immer schneller und schneller und schneller. Und drehen sich letztendlich nur um einen Punkt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=33&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich bin seit dem Wochenende nur wütend. Auf alles: Auf das Schicksal, auf die Umstände, ach, keine Ahnung. Und ich weiß nicht wohin mit dieser Wut, mit dieser Unruhe. Es kribbelt und zappelt und summt in mir. Die Gedanken fahren Karusell, immer schneller und schneller und schneller. Und drehen sich letztendlich nur um einen Punkt, immer wieder und immer wieder, wie das beim Karussell fahren so ist.</p>
<p>Heute ist es mir nun passiert, dass ich den ganzen Müll bei dem abgeladen habe, der diesen zur Zeit gar nicht gebrauchen kann. Bei J. Ich war voller Vorwürfe und Anschuldigungen und Forderungen. Und ich wusste, dass ich ihm weh tat und das er nichts, aber auch rein gar nichts an der Situation ändern kann. Ich wollte diesen Schmerz, diese Wut loswerden. Aber ich fühlte mich danach kein Stück besser, ganz im Gegenteil. Ich war danach sauer, wütend auf mich. Was sollte diese Aktion?</p>
<p>Warum J. unnötig quälen? Ich renne gerade dem Ideal der alles Verstehenden hinter her. Aber ich bin unsportlich und scheitere schon nach den ersten Metern. Ich möchte meinen Kindern ein schönes zu Hause bieten, ich möchte für J. und auch für Y. da sein, ich möchte für meine Mutter da sein und erlebe dann auch Minuten, in denen ich nur dumm rum sitze und die Tapete hypnotisiere.</p>
<p>Leider kann ich nicht gut mit größeren Zeitabständen umgehen. Alles, was über einen Monat hinausgeht, ist eine gefühlte Ewigkeit. Ich bin auch nicht wirklich gut im Warten, dazu fehlt mir mitunter die Geduld.</p>
<p>Und ich bin ganz schlecht in Gedanken abschalten &#8211; und das nervt mich fast am allermeisten. Weil ich ja grundsätzlich weiß, dass dieses Gedankenkreiseln ins Leere führt, nichts an der Situation ändert. Und das ab und an so richtig doofe Gedanken vorbei geflattert komen. Und was mache ich mit diesen doofen Gedanken? Anstatt sie fliegen zu lassen und ihnen hinterher zu winken, schnappe ich sie mir, sperre sie in einen Käfig und setze mich direkt davor.</p>
<p>So sieht es aus, als ob die doofen Gedanken das ganze Zimmer beherrschen. Dabei müsste ich ja nur aufsehen und ein paar Schritte zurück gehen und schon wäre die Perspektive eine andere. Oder noch besser: Die Tür öffnen und die Gedanken frei lassen.</p>
<p>Heute sagte ich zu J., dass ich immer an ein Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiel denken müsse. Alle anderen, so sieht es aus meiner derzeit sehr beschränkten Persektive aus, sind schon im Haus und winken mir fröhlich zu. Und ich? Immer wieer zurück zum Ausgangspunkt, immer wieder zurück auf Start, immer diesselbe dumme Runde, immer voller Hoffnung losmarschiert: Jetzt schaffst Du es&#8230;</p>
<p>Was mache ich da gerade? Was? Keine Antwort.</p>
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		<title>Dumpfi-Ei</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 12:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Ahnung, ob das richtig geschrieben ist. Gemeint ist ein sehr weich gekochtes Ei, dessen Inhalt mithilfe von Brötchen oder Brot aufgeschleckt wird.
Meine Töchter guckten sich vor einigen Jahren im Ausland diese Angewohnheit ab und tragen sie mit wahrhaft missionarischem Eifer weiter. Mittlerweile laufen un unserem Umfeld etliche bekennende Dumpfi-Ei-Fans rum.
       [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=26&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Keine Ahnung, ob das richtig geschrieben ist. Gemeint ist ein sehr weich gekochtes Ei, dessen Inhalt mithilfe von Brötchen oder Brot aufgeschleckt wird.</p>
<p>Meine Töchter guckten sich vor einigen Jahren im Ausland diese Angewohnheit ab und tragen sie mit wahrhaft missionarischem Eifer weiter. Mittlerweile laufen un unserem Umfeld etliche bekennende Dumpfi-Ei-Fans rum.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sigurne.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sigurne.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sigurne.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sigurne.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sigurne.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sigurne.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sigurne.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sigurne.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sigurne.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sigurne.wordpress.com/26/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=26&subd=sigurne&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fragezeichen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 18:40:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Blöde Woche! Eigentlich wollte J. hier bei uns sein. Aber eine fiese Erkältung war schneller, also habe ich J. wieder ausgelagert.
Gestern war er da. War er da? Ja, es war sein Körper, seine Hülle. Er hatte mir schon an den Tagen zuvor gesagt, dass er nur schlecht schlafen könne. Schlecht schlafen heißt für mich Murmeltier, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=24&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Blöde Woche! Eigentlich wollte J. hier bei uns sein. Aber eine fiese Erkältung war schneller, also habe ich J. wieder ausgelagert.</p>
<p>Gestern war er da. War er da? Ja, es war sein Körper, seine Hülle. Er hatte mir schon an den Tagen zuvor gesagt, dass er nur schlecht schlafen könne. Schlecht schlafen heißt für mich Murmeltier, dass die Einschlafphase halt ein wenig länger dauert.</p>
<p>J., so mein Empfinden, schlief so gar nicht. Wenn ich ihn berührte, kam ein: &#8222;Ja, gib mir zwei Minuten&#8220; oder &#8222;Bin gleich da&#8220; oder &#8222;Komme gleich&#8220;. Hörte sich für mich so an, als ob er die Krankenhauswoche noch nicht abgeschlossen hat. Falsch, als ob er das Krankenhaus gar nicht verlassen hat.</p>
<p>Nur seine Hülle war hier. Eine ausgebrannte leere Hülle. Sonst nichts. Verdammt, Herr Ichkannmeinekräfteeinteilen, nein, anscheinend kannst Du das nicht. Knappe drei Wochen Krankenhaus&#8230; Und es liegt noch so viel Weg vor Dir.</p>
<p>Grenzwertige Situation. Y. geht es (so eigenartig das auch klingen mag) gut. Er langweilt sich, keine Frage.</p>
<p>Ansonsten ist er der Y. , den wir kennen. Es klingt eigenartig, doch derzeit mache ich mir mehr Sorgen um J. So gut er sich anderen gegenüber abgrenzen kann, &#8222;Nein&#8220; sagen kann: Bei seinem Sohn klappt das nicht, da gelten andere Gesetze, ist ein anderes Universum. Y. war schon vor der Erkrankung sehr Vaer fixiert. Es ist müßig, zu überlegen, wie und woher das kommt und kam.</p>
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		<title>Plöde Erkältung</title>
		<link>http://sigurne.wordpress.com/2008/12/02/plode-erkaltung/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 14:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wurde von einer Horde wildgewordener Schnupfenviren überfallen. Dementsprechend nieste und keuchte ich durch den Tag.  Und weil das nicht schon ärgerlich genug ist, musste ich zum Schluss noch in den sauren  Apfel beißen und J. absagen.
Ne, ne, anstecken ist nicht so toll. Eine kleine miese Erkältung&#8230;
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich wurde von einer Horde wildgewordener Schnupfenviren überfallen. Dementsprechend nieste und keuchte ich durch den Tag.  Und weil das nicht schon ärgerlich genug ist, musste ich zum Schluss noch in den sauren  Apfel beißen und J. absagen.</p>
<p>Ne, ne, anstecken ist nicht so toll. Eine kleine miese Erkältung&#8230;</p>
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		<title>Wochenende vorbei</title>
		<link>http://sigurne.wordpress.com/2008/12/01/wochenende-vorbei/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 12:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wochenende verflog im Nu. Die Zwillinge besuchten mit mir am Sonnabend die Freie Schule in G. Dort war Tag der offenen Tür.
Da meine beiden diese Schule nach den Februarferien besuchen wollen, nehmen sie natürlich jede Gelegenheit wahr, um sich mit neuen Mitschülern, Lehrern und Räumlichkeiten (inklusive Schulkaninchen und Schulkatze) vertraut zu machen.
Es war zunächst [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=18&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Das Wochenende verflog im Nu. Die Zwillinge besuchten mit mir am Sonnabend die Freie Schule in G. Dort war Tag der offenen Tür.</p>
<p>Da meine beiden diese Schule nach den Februarferien besuchen wollen, nehmen sie natürlich jede Gelegenheit wahr, um sich mit neuen Mitschülern, Lehrern und Räumlichkeiten (inklusive Schulkaninchen und Schulkatze) vertraut zu machen.</p>
<p>Es war zunächst einfach nur schön. Ich mag die Atmosphäre in dieser Schule. Meine Kinder waren auch sehr schnell verschwunden. Da mussten Freundinnen begrüßt werden, dem Kaninchen ein Besuch abgestatet werde, da luden unzählige Stände zum Mitmachen ein.</p>
<p>Ab und an lief mir eines der Mädchen (eher zufällig) über den Weg. Ich war gelöst und entspannt wie lange nicht mehr. Und ich war voller Vorfreude: In der Woche versprach J., am Sonnabend nach zu kommen.</p>
<p>Vielleicht nicht nachvollziehbar, doch ich freute mich riesig. Es bedeutete mir so viel: Es bedeutete ein &#8222;Ja&#8220; zu uns, zu uns als Familie. Es zeigte Interesse an den Zwillingen und ihrem Lebensumfeld.</p>
<p>Meine beiden waren zunächst sehr verwundert, als ich ihnen sagte, dass J. nachkommen würde. Waren sie es doch eher gewohnt, mit mir als Rumpffamilie aufzuschlagen (Abgesehen von seltenen Oma-Opa-Begleitungen). Aber dann freuten sie sich doch und fragten während der Veranstaltung wiederholt, wann dann J. kommen würde. Ich wunderte mich auch: Hatte mir J. doch per SMS mitgeteilt, dass er da sei. Doch wo?</p>
<p>In diesem Moment klingelte das Handy: &#8222;Hallo, Schatz, wo bist du?&#8220;. Klärung der Lage &#8211; J. war zu Hause und hatte sein Versprechen vollkommen vergessen. Ich war  wahnsinnig enttäuscht in diesem Moment.  Enttäuscht und auch etwas sauer.</p>
<p>Ich glaube, in Patchworkfamilien beäugt man das Tun des anderen sehr genau. Wünsche von Y. werden sofort erfüllt, ihm darf nichts abgeschlagen werden und hallo, hätte ich ein derartiges VErsprechen einfach verpennt, na, holla die Waldfee. Das wäre so, als ob ich den Tag meiner Trauung verschlafen würde, geht also gar nicht.</p>
<p>Mich ärgerte das achselzuckende &#8222;Tut mir leid&#8220; und der Verweis auf die Ausnahmesituation Krankenhaus.  Ärgern deshalb, weil die Krankenhaussituation natürlich  eine Ausnahmesituation darstellt und man Kraft ungeschriebener moralischer Gesetze  verpflichtet ist, Güte und Milde und Nachsicht walten zu lassen.</p>
<p>Doch Güte, Milde und Nachsicht hatten an diesem Nachmittag Urlaub. Stattdessen suchte ich, meinen Unmut, meine Verletztheit vor meinen Kindern zu verbergen und ihnen so neutral wie möglich zu erklären, dass J. nicht kommt. Verstehen seitens meiner Kinder &#8211; na klar, er ist momentan mit Wichtigerem beschäftigt, Geht ja nur um uns, geht ja nur um einen langweiligen Tag der offenen Tür. Und wie gesagt, wir sind die letzten 5 Jahre immer nur zu dritt unterwegs gewesen &#8211; dann schaffen wir es auch die kommenden Jahre.</p>
<p>*Würg* Manchmal ist der Gefühlsspagat kaum zu schaffen. In meinem Kopf hämmerten zwei Gedanken: &#8222;Das haben sie nicht verdient&#8220; und &#8222;Hallo? Wenn jemand das nur ansatzweise mit deinem Sohn machen würde &#8230;&#8220;.</p>
<p>Ich wollte nicht verständnisvoll sein, denn ich war es nicht. Ich war verletzt. Mag sein, dass man das als Banalität abtun kann. Doch es sind die banalen Ereignisse des Alltags, das Tun und Handeln des Anderen, seine Worte und seine Taten und die Übereinstimmung von Worten und Taten, die &#8230; ja, was? Die auch mein Handeln bestimmen? Wie du mir, so ich dir? Partnerschaft als Wage?</p>
<p>&#8222;Dann bleib weg&#8220;, dachte ich mir und schrieb eine dementsprechende SMS. Verließ die Schule, ging den langen Weg entlang des Hockeyfeldes. Gut, dann ohne J. Warum auch nicht? Ich kannte mich ja &#8211; käme J., würde ich mich vorrangig um ihn kümmern. Vielleicht war es besser so. Ein kleines Teufelchen flüsterte mir noch ins Ohr: &#8222;Hallo, schade, das wäre eine schicke Gelegenheit, J. einmal einen (Verhaltens)spiegel vor die Nase zu halten. Einfach: &#8222;Hi, na, J. Bin mal kurz weg.&#8220;  , um dann für den Rest des Nachmittags  mit meinen  Kindern zu verschwinden. Nicht ohne mich ab und an mal für drei Sekunden   zu J. zu gesellen: &#8222;Na, alles i.O? Fein und tschüss. Übrigens, kannst Du A. mal ihre Jacke runter holen, sie kommt da nicht an&#8220;.</p>
<p>Warum muss ich grundsätzlich für alles Verständnis haben?</p>
<p>Übrigens, kurze Zeit darauf erhielt ich eine SMS. J. kündigte sich doch noch an. Ärger und Freude hielten sich in diesem Moment die Waage. Als er denn neben mir stand, überwog die Freude.</p>
<p>Mein J., mein Leben.</p>
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		<title>Countdown</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 11:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wenig Neuigkeiten. Bislang gab es keine nennenswerten Nebenwirkungen der Chemotherapie. Und wer weiß, vielleicht lässt Y. tatsächlich die meisten Nebenwirkungen und Spätfolgen da, wo sie hingehören: In die Mülltonne.
Zunächst lag er ja mit einem Elternteil allein in einem Zimmer. Diese Zeiten sind leider vorbei. Die Kinderkrebsstation wird gerade aufwendig renoviert, in dieser Zeit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=16&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es gibt wenig Neuigkeiten. Bislang gab es keine nennenswerten Nebenwirkungen der Chemotherapie. Und wer weiß, vielleicht lässt Y. tatsächlich die meisten Nebenwirkungen und Spätfolgen da, wo sie hingehören: In die Mülltonne.</p>
<p>Zunächst lag er ja mit einem Elternteil allein in einem Zimmer. Diese Zeiten sind leider vorbei. Die Kinderkrebsstation wird gerade aufwendig renoviert, in dieser Zeit musste die Station in einen anderen Teil des Krankenhauses ziehen.</p>
<p>Die Anzahl der verfügbaren Zimmer ist daher begrenzt.</p>
<p>Gestern Abend habe ich Y. und J. im Kh besucht. Die Situation war schon etwas witzig: Ich hatte für J. ein Buch gekauft und überreichte es im KH. Reaktion von Yannick: &#8222;Und wo ist mein Geschenk?&#8220;.</p>
<p>Ich habe nur kurz auf seinen sehr überfüllten Nachtschrank gewiesen und gefragt, wo er denn weitere Geschenke verstauen möchte.  Hilfe, kommt mir ja sehr bekannt vor. Nach dem Tod meines Mannes nahmen meine Kinder irgendwann an, dass jeder Besucher zwangsweise Geschenke  für sie mitbringen müsste.</p>
<p>War ganz schön schwierig, sie wieder auf den Pfad der Normalität zurück zu führen. Doch wie sieht der Mittelweg aus? Mit Geschenken überladen ist kontraproduktiv, so meine Überzeugung. Andererseits fühlt man (ich auch) eine gewisse Hilflosigkeit, wenn Personen aus dem nahen Umfeld schwer erkranken. Die Krankheit kann man nicht abnehmen, auch nicht die Trauer oder die Sorgen. Aber man möchte doch ein klitzekleines bisschen dazu  beitragen, dass es dem Betreffenden besser geht.</p>
<p>Grundsätzlich, so denke ich, ist gegen eine kleine Freude nichts einzuwenden. Doch wo ist die obere Grenze? Müssen alle Wünsche sofort, umgehend, in der  bestmöglichen Qualität  erfüllt werden?  Gilt der vollkommene Ausnahmezustand? Oder kann man  es  auch  Kranken zumuten, auf das eine  oder andere Teil zu warten oder gar zu verzichten?</p>
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		<title>Die Woche zieht sich</title>
		<link>http://sigurne.wordpress.com/2008/11/27/die-woche-zieht-sich/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 11:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigurne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag&#8230; Freitag&#8230; Sonnabend&#8230; Ich freue mich gerade wie wahnsinnig auf Sonnabend.
Da ist Jürgens Krankenhausturnus  um. Ganz egoistisch hoffe ich, dass Yannick mit dem Wechsel Mama &#8211; Papa so halbwegs zufrieden ist.
Dass keine Komplikationen dazwischen kommen&#8230;
Dass wir so ein bisschen Normalität spielen können&#8230; Mir fehlt die Nähe, mir fehlen die Gespräche. Man kann seine Erlebnisse, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sigurne.wordpress.com&blog=5663389&post=10&subd=sigurne&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Donnerstag&#8230; Freitag&#8230; Sonnabend&#8230; Ich freue mich gerade wie wahnsinnig auf Sonnabend.</p>
<p>Da ist Jürgens Krankenhausturnus  um. Ganz egoistisch hoffe ich, dass Yannick mit dem Wechsel Mama &#8211; Papa so halbwegs zufrieden ist.</p>
<p>Dass keine Komplikationen dazwischen kommen&#8230;</p>
<p>Dass wir so ein bisschen Normalität spielen können&#8230; Mir fehlt die Nähe, mir fehlen die Gespräche. Man kann seine Erlebnisse, Gefühle schlecht in 5 Minuten verpacken. Meist läuft es auf ein geballtes Weitergeben  stark komprimierter Informationen hinaus: &#8222;Alles gut?  Yannick ok? Ich liebe dich.&#8220;</p>
<p>Gestern bemerkte ich, dass ich wieder in diesen merkwürdigen Krankheit-Ausnahme-Zustand hineingerutscht bin. Es ist dieses Leben im Augenblick. Es ist nicht wirklich schlecht, im Gegenteil, es ist sehr intensiv.</p>
<p>In meiner Mittagspause ging ich schnell in die Stadt, um Essbares zu besorgen. Kälte, Wind, Regen &#8211; typisches Nordwetter. Ich fröstelte, wünschte mir eine zweite Jacke und Schal   und Mütze und Handschuhe herbei. Winzig kleine Wasserpartikel kühlten mein Gesicht. Ich konnte spüren, fühlen, hörte das Summen der unzähligen Menschen in der Stadt. Es erdete.</p>
<p>Es geht ja weiter. Einen Schritt und noch einen Schritt und noch einen Schritt und irgendwann ist das Ende der Straße, des Weges erreicht.  Wenn man nach vorne schaut, mit zusammen gekniffenen Augen versucht, das Ende des Weges zu sehen, verzweiflet man mitunter.  So weit weg, nicht zu sehen,  Kurven, Abzweigungen. Also den Blick, die Aufmerksamkeit einfach auf den nächsten Schritt richten. Auf die Nieseltröpfchen im Gesicht und den darüber  streichenden Wind.</p>
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